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20 Jahre Haffhus

Das Haffhus ist 20!

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Best Practice Energie

10. September 2018
Best Practice Energie | Haffhus | Energie

Seit kurzem sind wir für für die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg Vorpommern GmbH und deren Kampagne MVeffizient Best Practice Beispiel für umgesetzte Energiewende. Darüber freuen wir uns nicht nur weil es zusätzliche Werbung für unser Unternehmen ist, sondern wir freuen uns weitere Unternehmen gerade im Bereich des Tourismus mit Hilfe dieser Kampagne davon überzeugen zu können, dass mehr Verantwortung für den Klimaschutz auch ein Erfolgskonzept ist.

 

Nachfolgend der Beitrag von MVeffizient zum Haffhus Best Practice Energie:

 

„Wirft man einen Blick auf die Homepage des Haffhus‘ in Ueckermünde, sieht man die übliche Ferienidylle mit reetgedeckten Häusern. So weit, so bekannt.

 

Was man nicht sieht ist, dass die Hotel- und Ferienanlage Haffhus schon heute weiter ist als die meisten anderen Unternehmen – und zwar was die Energieversorgung angeht. Hier hat die sogenannte Energiewende bereits stattgefunden. Denn das Haffhus hat geschafft, woran die meisten anderen Hotel- und Ferienanlagen in Deutschland nicht einmal zu denken wagen: Es versorgt sich in Eigenregie und ohne öffentliches Netz mit Energie – also mit Wärme, Kälte und natürlich Strom. Und da für die Leitung des Hauses klar ist, wie bedrohlich allein der Anstieg des Meeresspiegels für die Region ist, kommt die Energie nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern aus erneuerbaren Energien.

 

Eine Photovoltaikanlage mit 120 Kilowatt peak (kWp) erzeugt ausreichend Energie, um den Strombedarf der Hotelanlage zu decken. Überkapazitäten werden sinnvoll genutzt, um z. B. Elektroautos zu laden, die Wäsche zu waschen, Wasser zu wärmen, Blockheizkraftwerke (BHKW) zu starten oder einfach für den späteren Bedarf im Batteriespeicher (500 kWh) „zwischenzulagern“. Für weiteren Strom und Wärme sorgen ein Holzkraft-BHKW (22 kW elektrisch/50 kW thermisch) und eine Holzhackschnitzelheizung (120 kW thermisch). Als Reserve dienen vier Gas-BHKW (je 5 kW elektrisch/15 kW thermisch). Zum Heizungssystem gehören außerdem mehrere Pufferspeicher. Der größte fasst 28.000 Liter, speichert überschüssige Wärme und gleicht Temperaturschwankungen aus. Dazu kommen fünf weitere dezentrale Pufferspeicher mit einem Volumen von 1.000 Litern inklusive Frischwasserstation sowie Effizienzpumpen.

 

All das musste natürlich angeschafft und bezahlt werden. Aber ein Eigenversorgungskonzept mit erneuerbaren Energien lohnt sich. Die durchschnittlichen Stromgestehungskosten liegen nach aktuellen Berechnungen des Fraunhofer ISE zwischen knapp vier und 15 Cent/kWh. Heute zahlt das Haffhus pro kWh Strom sechs Cent. Beim herkömmlichen Versorger würde diese inklusive der zahlreichen Netzentgelte, Umlagen und Steuern etwa 21 Cent kosten. Allein die EEG-Umlage liegt derzeit für alle nicht privilegierten Verbraucher bei 6,405 Cent/kWh. Bei einem Jahresstromverbrauch von 200.000 kWh spart das mal eben 28.000 Euro – jedes Jahr. Zudem unterstützte das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern das Projekt mit Hilfe von EU-Mitteln. Nicht zuletzt wird ein solches Engagement auch von den Gästen akzeptiert und honoriert. Trotzdem gehört zur Realisierung eines solchen Konzepts jede Menge Pioniergeist, Know-how und Durchhaltevermögen. Allein die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Thema Eigenversorgung können schnell anspruchsvoll werden (weitere Infos hierzu im MVeffizient-Blog. Und auch um die Anlagen zu finden, die den individuellen Anforderungen des Haffhus‘ entsprachen, bedurfte es viel Recherchearbeit.

 

Heute hat Dirk Klein, Marketingverantwortlicher des Haffhus’, Spaß daran, den täglichen Bedarf an Energie zu planen und zu steuern und vor allem dann zu nutzen, wenn die Sonne scheint oder der Batteriespeicher fast voll ist. Diese Denkweise möchte er auch seinem Team vermitteln. So regt Klein z. B. in der Belegschaft an, die Arbeitszeit und die damit zusammenhängende Verbrauchslast flexibel mit der Energieproduktion abzustimmen. Und auch die Gäste werden mit eingebunden: Diese können zukünftig in ihrem Zimmer mit einem Tablet-PC ihren individuellen Energieverbrauch sehen und bekommen die Möglichkeit, diesen zu beeinflussen. Darüber hinaus wird in den Zimmern bereits vieles automatisch und effizient gesteuert. In Zukunft soll der Gast die gewünschte Zimmertemperatur bereits bei der Reservierung angeben können. Die Thermostate regeln sich ab, sobald Türen oder Fenster geöffnet werden. Und wenn ein Gast die Sauna anheizt, geht die Info automatisch an alle anderen Besucher.

 

Dirk Klein tüftelt bereits am nächsten Projekt: dem E-Mobile-Fuhrpark für seine Gäste. Denn gerade junge Städter, die heute keinen Wert mehr auf ein eigenes Auto legen und einen PKW höchstens im urbanen Carsharing-System nutzen, möchten diese Flexibilität auch im Urlaub nicht missen. Eben diesen Wünschen wird das Haffhus mit seinem Mobilitätskonzept entsprechen und für Tagesausflüge in der Umgebung E-Mobile und E-Bikes anbieten, die selbstverständlich in das erneuerbare Energiekonzept des Hotels eingebunden sind.

 

Und weil der Klimaschutz nicht bei der Energie haltmacht, engagiert sich das Haffhus auch in anderen Bereichen: Reinigungsmittel sind entweder ökologisch zertifiziert oder es werden Geräte genutzt, die ausschließlich mit Wasserdampf reinigen. Gartengeräte werden elektrisch betrieben. Aus dem Seifenspender kommt zertifizierte Naturkosmetik, selbst das WC-Papier ist umweltfreundlich.“






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